Stretching

Beweglichkeit

Richtig dehnen will gelernt sein. Denn um das Dehnen ranken sich viele Halbwahrheiten. Hier fünf unumstößliche Fakten:

1. Dehnen muss gut tun.
Sprich: Wenn du dich damit wohlfühlst, dehne dich so oft du willst - wenn du beim Dehnen nur Schmerzen hast und auch danach bzw. über einen längeren Zeitraum gesehen keine positiven Effekte spürst, lasse es lieber sein! Wichtiger als jede Selbstdisziplin ist es, auf den Körper zu hören und herauszufinden, wonach er sich sehnt.

2. Langes Dehnen zum Aufwärmen bringt wenig.
Für die kurzfristige Verletzungsprophylaxe oder sogar Vorbeugung gegen Muskelkater eignen sich Dehnübungen vor dem Sport kaum – zumindest dann nicht, wenn du die Dehnungen lange hälst. Um Muskeln, Sehnen und Bänder zu aktivieren, solltest du lieber kurz und intensiv dehnen (nicht ruckartig!) oder dich einfach mit geringer Bewegungsintensität aufwärmen, ohne zu dehnen.

3. Dehnen nach dem Sport entspannt.
Die beim Training beanspruchte Muskulatur freut sich meist, wenn Sie nach der Belastung wieder gedehnt wird. Das Dehnen kann eine Verkürzung der Muskulatur verhindern und gibt ein wohliges Gefühl nach dem Sport.

4. Regelmäßiges Dehnen verbessert die Beweglichkeit.
Wer sich (unabhängig von Auf- oder Abwärmen) regelmässig dehnt, erhöht die Beweglichkeit der Gelenke, stärkt Sehnen und Bänder - und kann so mittel- und langfristig eine Verletzungsprophylaxe bewirken! Bereits hypermobile Menschen sollten allerdings nicht zusätzlich Dehnübungen machen.

5. "Wippendes" Dehnen muss nicht schlecht sein.
Wenn du dich dehnst, dann kannst du dies entweder statisch tun (das so genannte Halten) oder dynamisch (Wippen). Beide Varianten sind okay, so lange du nur leicht an den Schmerz heran (nicht in ihn hinein!) und nicht ruckartig dehnst. Wenn du die Dehnung verstärken willst, dehne in mehreren "Etappen"! Sprich: Dehne  die gleiche Muskelgruppe 2 bis 3mal hintereinander und gehe jedes Mal etwas weiter in die Dehnung.

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